In unserer Serie „horntools Crew“ stellen wir die Menschen hinter horntools etwas genauer vor – ihre Aufgaben, ihre Erfahrungen und natürlich auch das Equipment, mit dem sie selbst unterwegs sind.
Diesmal geht es um Marius. Als Produktentwickler bei horntools ist er der technische Kopf hinter unserem Dachzelt Cloud und hat dessen Entwicklung von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt begleitet.
Dabei kennt Marius das Cloud nicht nur aus CAD-Modellen, Prototypen und Tests im Haus, sondern auch aus der eigenen Anwendung auf längeren Touren. Privat ist er unter anderem mit seinem Suzuki Vitara unterwegs.
Marius, wie ist die Idee für das Cloud entstanden?
Marius: „Wir wollten ein Dachzelt entwickeln, das leicht und möglichst flach ist, aber trotzdem genügend Platz und Komfort bietet. Gerade das Gewicht war von Anfang an einer der wichtigsten Punkte.“
Das Cloud wiegt rund 60 kg, ist geschlossen nur 12,5 cm hoch und bietet eine 140 cm breite Liegefläche.
Was war bei der Entwicklung besonders herausfordernd?
Marius: „Die einzelnen Anforderungen unter einen Hut zu bekommen. Weniger Gewicht darf zum Beispiel nicht bedeuten, dass Stabilität oder Komfort darunter leiden. Deshalb haben wir sehr viel ausprobiert, wieder verworfen und neu gelöst.“
Gerade die geringe Bauhöhe war dabei ein wichtiger Punkt. Das Zelt sollte auf dem Fahrzeug möglichst kompakt bleiben und gleichzeitig genügend Platz und Komfort im Inneren bieten.

Wie viel Testen steckt im Cloud?
Marius: „Sehr viel. Über eineinhalb Jahre hatten wir verschiedenste Prototypen bei uns im Haus. Wir haben sie immer wieder aufgebaut, verändert und weiter getestet.“
Dabei blieb es nicht bei Tests am Firmenstandort. Verschiedene Entwicklungsstände wurden auch auf längeren Touren einem echten Härtetest unterzogen.
Marius: „Manche Dinge merkt man erst nach mehreren Tagen unterwegs. Ein Handgriff, der am Anfang nicht auffällt, kann irgendwann nerven. Oder man merkt, dass an einer bestimmten Stelle noch etwas fehlt. Genau deshalb waren die längeren Touren für die Entwicklung sehr wichtig.“
So wurde das Cloud über eineinhalb Jahre hinweg Schritt für Schritt angepasst und weiterentwickelt.

Warum waren die umlaufenden Nuten für dich wichtig?
Marius: „Mir war wichtig, dass man am Cloud auch weiteres Equipment befestigen kann. Deshalb haben wir die umlaufenden Nuten direkt in die Konstruktion integriert.“
Über diese Nuten lassen sich verschiedene Zubehörteile direkt am Dachzelt montieren. So kann beispielsweise eine Markise unmittelbar am Cloud befestigt werden. Horntools steht nicht nur für Dachzelte, sondern bietet ein ganzes Ökosystem rundum das Abenteuer mit dem Auto an, mit über 350 Produkten.
Für viele Anwendungen ist dadurch keine zusätzliche Dachträger-Plattform notwendig. Das Cloud dient also nicht nur als Schlafplatz, sondern gleichzeitig als Basis, um weiteres Equipment direkt am Zelt zu befestigen.
Wer zusätzlichen Stauraum benötigt, kann das Setup außerdem mit einem Dachträger direkt auf dem Cloud erweitern.
Marius: „Ich wollte, dass man mit dem Cloud flexibel bleibt. Je nachdem, wie man unterwegs ist, kann man sein Setup relativ einfach erweitern und muss nicht für jedes zusätzliche Equipment eine eigene Lösung auf dem Fahrzeug bauen.“
Was gefällt dir persönlich am Cloud am besten?
Marius: „Für mich ist es das Gesamtpaket aus geringem Gewicht, der flachen Bauweise und den Erweiterungsmöglichkeiten. Gleichzeitig möchte ich beim Schlafkomfort keine großen Abstriche machen.“
Im Inneren bietet das Cloud eine 7 cm starke Kaltschaummatratze. Decken und Schlafsäcke können außerdem während der Fahrt im geschlossenen Zelt bleiben.

Was gehört neben dem Cloud zu deinem persönlichen Setup?
Marius: „Ich brauche beim Campen gar nicht wahnsinnig viel. Mir ist wichtiger, dass die Sachen unkompliziert sind und ich sie auf Tour auch wirklich regelmäßig verwende.“
Für entspannte Abende gehört deshalb der Campingstuhl Relax zu Marius' Ausstattung. Dazu kommt der faltbare Campingtisch zum Kochen, Essen oder für den Kaffee am Morgen.
Auch die Kompressor Box ist regelmäßig dabei – besonders dann, wenn es abseits befestigter Straßen geht und der Reifendruck unterwegs angepasst werden soll.
Marius: „Am Ende sind es oft die einfachen Sachen, die man auf jeder Tour verwendet. Ein bequemer Stuhl, ein Tisch und Equipment, das praktisch funktioniert.“
Gibt es Details am Cloud, auf die man vielleicht gar nicht sofort achtet?
Marius: „Definitiv. Bei der Entwicklung beschäftigt man sich mit vielen Kleinigkeiten, die später niemand bewusst wahrnimmt – und genau das ist eigentlich gut. Wenn man ein Produkt benutzt und nicht ständig darüber nachdenken muss, wie etwas funktioniert, haben wir vieles richtig gemacht.“
Neben den umlaufenden Nuten gehören beispielsweise die integrierte LED-Beleuchtung, der Einstieg von drei Seiten, das große Vordach und die Öffnung für eine optionale Standheizung zu diesen Details.
Ist ein Produkt für dich irgendwann wirklich fertig?
Marius: „Nicht wirklich. Sobald man damit unterwegs ist, hat man wieder neue Ideen. Man schaut automatisch darauf, was man noch anders oder besser lösen könnte. Das gehört für mich einfach zur Produktentwicklung dazu.“
Nach über eineinhalb Jahren Entwicklung, verschiedenen Prototypen und zahlreichen Tests ist das Cloud heute ein Produkt, das Marius nicht nur entwickelt hat, sondern auch selbst auf seinen Touren verwendet.
„Für mich muss ein Dachzelt vor allem unkompliziert funktionieren. Beim Cloud war uns wichtig, Gewicht, eine flache Bauweise und praktische Erweiterungsmöglichkeiten sinnvoll miteinander zu verbinden.“
– Marius, Produktentwickler bei horntools und technischer Kopf hinter dem Cloud
Marius' Setup
- Dachzelt Cloud
- Campingstuhl Relax
- Campingtisch faltbar
- Kompressor Box
- unterwegs u. a. mit seinem Suzuki Vitara
In der nächsten Ausgabe der horntools Crew werfen wir wieder einen Blick hinter die Kulissen und stellen ein weiteres Teammitglied und sein persönliches Setup vor.































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